Nach einem Unfall ist man aufgeregt. Genau dann passieren die Fehler, die später Geld kosten. Diese zehn Schritte helfen Ihnen, ruhig und richtig zu handeln.
An der Unfallstelle
- Unfallstelle sichern. Warnblinker an, Warnweste anziehen, Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen.
- Verletzte versorgen. Bei Verletzten sofort den Notruf 112 wählen und Erste Hilfe leisten.
- Polizei rufen, wenn nötig. Bei Verletzten, hohem Schaden, Streit über die Schuld, Fahrerflucht oder Verdacht auf Alkohol immer die Polizei rufen.
- Fotos machen. Beide Fahrzeuge von allen Seiten, Kennzeichen, Endpositionen, Bremsspuren, Verkehrszeichen und die Umgebung. Lieber zu viele Fotos als zu wenige.
- Daten austauschen. Name, Anschrift, Kennzeichen, Versicherung und wenn möglich Versicherungsnummer des Unfallgegners. Ein Foto vom Führerschein und Fahrzeugschein des Gegners ist hilfreich.
- Zeugen notieren. Name und Telefonnummer von Unbeteiligten, die den Unfall gesehen haben.
- Nichts unterschreiben. Kein Schuldanerkenntnis abgeben. Ein ausgefüllter Unfallbericht mit Fakten ist in Ordnung.
In den Tagen danach
- Eigenen Gutachter beauftragen. Bevor Sie mit der gegnerischen Versicherung sprechen, rufen Sie einen unabhängigen Sachverständigen an.
- Keinen Versicherungsgutachter akzeptieren. Sie haben die freie Wahl. Mehr dazu im Artikel Versicherung schickt eigenen Gutachter.
- Anwalt einschalten. Bei einem unverschuldeten Unfall zahlt die Gegenseite auch den Anwalt. Mehr im Artikel Anwalt nach dem Unfall.
Eine druckbare Version dieser Liste finden Sie auf der Seite Unfall-Checkliste.
Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung. Für rechtliche Fragen arbeiten wir mit einer Kanzlei für Verkehrsrecht zusammen.
Von Erkan Polat, KFZ-Sachverständiger für Nürnberg, Erlangen und Franken